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Ratgeber

Einstieg in die Chemie: Ausbildung, Techniker, Studium

Welche Wege ins Labor und in die Produktion führen und wie du dich bewirbst.

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Die Ausbildung in Labor und Produktion

Chemielaborant, Chemikant und Pharmakant sind duale Ausbildungsberufe mit jeweils dreieinhalb Jahren Dauer. Große Chemie- und Pharmaunternehmen bilden oft in eigenen Ausbildungszentren aus, kleinere Betriebe in Verbünden. Auf dieser Seite findest du viele Ausbildungsplätze. Gute Kenntnisse in Chemie, Mathematik und Biologie helfen dir bei der Bewerbung, ebenso sorgfältiges und sauberes Arbeiten.

Weiterbildung nach der Ausbildung

  • Geprüfter Industriemeister Fachrichtung Chemie, eine IHK-Fortbildung für die Führung von Produktionsteams
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Chemietechnik an einer Fachschule, in Vollzeit meist zwei Jahre
  • Studium der Chemie, Biochemie, Pharmazie oder Verfahrenstechnik, auch nach einer Ausbildung möglich

Welche Richtung passt, hängt davon ab, ob du eher führen, technisch planen oder wissenschaftlich arbeiten möchtest. Viele Unternehmen fördern Fortbildungen, wenn sie zur eigenen Personalplanung passen. Sprich im Mitarbeitergespräch an, welche Richtung dich interessiert, und frag nach Freistellung oder Kostenbeteiligung. Berufsbegleitende Lehrgänge laufen meist über mehrere Jahre am Abend oder am Wochenende.

Quereinstieg in Produktion und Labor

Ohne Ausbildung ist der Einstieg vor allem in der Produktion möglich, etwa als Produktionshelfer, Maschinenbediener oder Anlagenfahrer mit Anlernzeit. Einige Chemieunternehmen bieten Beschäftigten ohne Berufsabschluss an, den Abschluss als Chemikant berufsbegleitend nachzuholen. Im Labor sind Stellen ohne Ausbildung seltener, hier helfen verwandte Abschlüsse wie biologisch-technischer Assistent, chemisch-technischer Assistent oder Lacklaborant. Mit ausreichender Berufserfahrung kannst du dich unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Ausbildung zur Abschlussprüfung bei der IHK anmelden. Die IHK berät dich, welche Nachweise sie dafür verlangt.

Was im Arbeitsalltag zählt

In Labor und Produktion gelten strenge Sicherheitsregeln. Du arbeitest mit Gefahrstoffen, trägst Schutzausrüstung und dokumentierst jeden Arbeitsschritt nachvollziehbar. In der Pharmaproduktion kommen die Regeln der Guten Herstellungspraxis dazu, kurz GMP. Sie legen fest, wie Räume, Anlagen, Personal und Dokumentation beschaffen sein müssen, damit Arzneimittel in gleichbleibender Qualität entstehen. Wer diese Arbeitsweise schon kennt, etwa aus einem Praktikum, hat im Gespräch einen Vorteil.

Tipps für deine Bewerbung

  • Nenne Analyseverfahren und Geräte, mit denen du gearbeitet hast.
  • Beschreibe Erfahrung mit Prozessleitsystemen, wenn du dich als Chemikant bewirbst.
  • Erwähne GMP-Schulungen oder Reinraumerfahrung für Stellen in der Pharmaproduktion.
  • Gib an, welche Schichtmodelle für dich möglich sind.

Für Ausbildungsplätze gibt es häufig einen Einstellungstest mit Fragen zu Chemie, Mathematik und Logik. Übe vorher mit frei verfügbaren Beispielaufgaben und plane genug Zeit für die Anreise zum Testtermin ein. Im Vorstellungsgespräch fragen viele Ausbilder nach Experimenten aus dem Schulunterricht, die dich interessiert haben, bereite dafür ein Beispiel vor.

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